Berufsfeuerwehrtag 2018

Feuerwehrmann – Berufswunsch vieler Kinder und Jugendlicher

Wie sich ein Tag bei der Berufsfeuerwehr anfühlt durften die Kinder und Jugendlichen der

Jugendfeuerwehr Großenlüder-Mitte beim diesjährigen Berufsfeuerwehrtag erfahren,

welcher am 15.-16.09 2018 stattfand.

24 Stunden Dienst nach Vorbild einer echten Berufsfeuerwehr. Die Jf-Mitglieder erwartete

ein straffes Programm, welches durch die Wehrführer Lukas Zein und Simon Dimmerling

zusammengestellt wurde.

Dienstantritt am Samstagmorgen um 8:00 Uhr. Die Wehrführung und Jugendfeuerwehrwarte begrüßen die 13 Teilnehmer und stellen den Dienstplan für den kommenden Tag vor.

Um 8:30 Uhr folgte ein gemeinsames Frühstück bevor der Tag mit verschiedenen Ausbildungseinheiten startete. Am Plan standen beispielsweise tragbare Leitern, Theorieunterricht zum Thema Grundwissen in der Feuerwehr, Löschangriff nach FwDv3, Knoten und Stiche, Aufbau einer Ölsperre an der der Lüder, Gerätekunde sowie sportliche Aktivitäten, da auch körperliche Fitness bei der Feuerwehr eine wichtige Rolle spielt.

Nach einem gemeinsam zubereiteten Abendessen wurde der Aufenthaltsraum zum

Schlafraum umfunktioniert und die Jugendlichen bauten ihre Betten auf.

Die Aktivitäten wurden durch unangekündigte Einsatzübungen unterbrochen.

Ertönte der Einsatz-Gong über die Lautsprecheranlage, war Eile geboten. Die

Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner begaben sich zu ihren Spinten in der Umkleide und zogen sich ihre persönliche Schutzausrüstung an. Danach besetzten sie ihre zuvor festgelegten Positionen auf den Fahrzeugen. Der Einsatzleiter informierte sich am Einsatzmonitor, sowie über ein Einsatzfax der Leitstelle über die Lage, besetzte den Einsatzleitwagen und nahm Rücksprache mit der „Leitstelle Großenlüder“, von der er einen genauen Einsatzauftrag erhielt. Danach setzte sich der Zug bestehend aus mehreren Fahrzeugen in Richtung Einsatzstelle in Bewegung und arbeitete dort verschiedene Szenarien ab. Die Einsätze unterteilten sich in technische Hilfeleistung und Brandeinsätze.

Es galt eine verschüttete Person am Kalkwerk Meister zu finden und zu retten,

eine eingeklemmte Person unter einem Anhänger zu retten und dabei die Ausbreitung eines

Brandes zu verhindern, nachts vermisste Personen am Waldrand zu finden, sowie ein brennendes Kirchengebäude zu löschen, was sich jedoch schnell als Fehlalarm entpuppte.

Zwei Einsätze bildeten die Highlights des Wochenendes.

Ein großer Scheunenbrand am Samstagabend in Eichenau, bei dem einige Jugendliche in die

Rolle eines Atemschutzgeräteträgers schlüpfen durften. Sie erhielten Geräteattrappen

und Masken, die mit einer speziellen Folie abgeklebt wurden, welche die Sichtverhältnisse

erheblich verschlechtert. Unter diesen Umständen mussten sie unter Beaufsichtigung der

Betreuer die Halle nach einer vermissten Person absuchen. Die Jugendlichen bewahrten die

Ruhe, folgten souverän den Anweisungen und Tipps der älteren Kammeraden und konnten

die Person schnell aus der Scheune retten.

 

Am frühen Sonntagmorgen wurden die Jugendlichen aus dem Schlaf gerissen. Es galt eine

brennende Hecke in Richtung Lütterz zu löschen.

Was die Einsatzkräfte nicht wussten – es brannte wirklich. Brennende Strohballen auf einem Acker stellten die Hecke dar.

Zügig wurde die Einsatzstelle aufgrund von Dunkelheit ausgeleuchtet und der Löschangriff

aufgebaut. Das Löschwasser musste wegen der abgelegenen Lage gezielt und sparsam

eingesetzt werden. Jedoch stellte auch dies kein Problem für die Jugendfeuerwehr dar.

Nach den Einsätzen wurde stets eine Nachbesprechung durchgeführt, um den Jugendlichen

mitzuteilen, was gut gelaufen ist, aber auch was in Zukunft besser laufen sollte.

Nach dem Frühstück war Reinigungsdienst angesagt. Gemeinsam wurde der Stützpunkt, die Fahrzeuge, sowie alle genutzten Gerätschaften sauber gemacht und ordnungsgemäß verladen, bevor die Kinder nach der Verabschiedung von ihren Eltern abgeholt wurden.

 

Hierbei möchten wir den Jugendfeuerwehrmitgliedern ein großes Lob aussprechen.

Ihr habt bei Allem großes Interesse und Können gezeigt, wodurch sich die Bürger der Gemeinde keine Sorgen um den Nachwuchs ihrer Feuerwehren machen müssen.

 

Wir danken unserer Wehrführung als Organisator, den Betreuern und Ausbildern, die die Veranstaltung unterstützt haben, dem Verein der sich an beiden Tagen um die Verpflegung der Teilnehmer gekümmert hat, sowie allen Bereitstellern der Übungsobjekte.

Ohne diese gute Zusammenarbeit wäre all das nicht möglich gewesen – Vielen Dank!