Feuerwehr Großenlüder-Mitte e.V.

 

Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 26. Januar 2019

 

Der Vorsitzende Jörg Otterbein eröffnete die Jahreshauptversammlung der Freiw. Feuerwehr Großenlüder Mitte e.V. um 19:40 Uhr mit der Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste der politischen Gremien. Gegen die Satzungsgemäße Einladung im Lüdertalboten ab der KW 2 gab es keine Einwände.

Außerdem stellte er noch die Beschlussfähigkeit der Versammlung anhand der Anwesenheitsliste fest.

Anschließend wurde die Tagesordnung verlesen.

Zur Totenehrung erhoben sich die Kameradinnen und Kameraden von ihren Plätzen und gedachten der verstorbenen Kameraden. Jörg gab das Wort dem anwesendem Pfarrer Joachim Hartel weiter. Zusammen beteten wir für die verstorbenen Kameradinnen und Kameraden.

Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung vom Schriftführer André Ruhl wird auf Wunsch zur Einsichtnahme ausgelegt. Hiergegen gab es keine Einwände.

Der Wehrführer Lukas Zein berichtete in ausführlicher Form über 12 Brandeinsätze, 47 Technische Hilfeleistungen sowie 2 Fehlalarmierungen. Der langwierigste Einsatz war der Brand eines Heu- und Strohlagers am 23.08.18 in Müs. Bei diesem Einsatz waren vier Kameraden durch Intoxikation von Atemgiften verletzt worden. Die Feuerwehreinsatzkräfte mussten somit im Jahr 2018 zu 61 Einsätzen ausrücken die 1204 Stunden in Anspruch nahmen. Zum Thema Ausbildung brachte der Wehrführer Lukas Zein das Zitat: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom: Hörst du auf zu rudern, treibst du zurück.“ In unserer sich immer schneller entwickelten Gesellschaft ist die Verfolgung des Fortschritts ebenso notwendig wie die Wahrung bereits erlernten Wissens. Im letzten Jahr wurden über 32 Ausbildungen in theoretischer und praktischer Form angeboten die abwechslungsreich und auf fachlich hohem Niveau waren. Hinzu kommen noch die Räumungsübung in der Grundschule St. Georg und die Brandschutzerziehung in den Kindergärten Abenteuerland und In den Haberswiesen. Hierfür wurden insgesamt 1380 Stunden aufgebracht. Im Berichtsjahr 2018 wurden 12 Lehrgänge und  ein Seminar  von den Einsatzkräften absolviert die dafür 616 Stunden ihrer Freizeit opferten.

Der Wehrführer teilte außerdem den Mitgliederstand in Höhe von 181 Personen zum 31.12.2018 mit.

Er stellte fest dass wir mit einem Durchschnittsalter von 30,33 Jahren eine junge und körperlich fitte Einsatzabteilung haben. Auch im Bereich Atemschutz sind wir mit momentan 25 tauglichen Atemschutzgeräteträgern gut aufgestellt. Ziele für 2019 sind der Ausbau der Kameradschaft anhand von Übungen mit den Ortsteilwehren und auch der FFW Bad Salzschlirf sowie die Indienststellung des neuen HLF 20.

Er bedankte sich zum Abschluss seiner Worte bei allen für die gute Zusammenarbeit und die in sonstiger Weise zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit beigetragen haben. Er stellte seinen Bericht zur Diskussion, wogegen es keine Einwände gab. Mit dem Spruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ beendete er seinen Bericht.

Der Bericht von dem Vorsitzenden Jörg Otterbein erinnerte an die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Es fanden  11 Monatsversammlungen und 5 Vorstandssitzungen statt. Außerdem noch Termine wie: Winterwanderung, Hutzelfeuer, das Vorstandsessen, verschiedene Thekendienste, Aufräum- und Pflegearbeiten im und um den Stützpunkt herum, den Florianstag, viele runde Geburtstage, Pinkelpartys und Polterabende, ein Tagesauspflug in die Rhön mit dem Abschluss in der Enzianhütte und zum Jahresabschluss das Apfelweinfest. Die große Beteiligung an den verschiedenen Unternehmungen wertete er als positives Signal dass der gesamte Vorstand seiner Aufgabe nachgekommen sei. Als weiteren Beweis für reibungslose Vereinsarbeit sehe er die Anschaffung des neuen MTW. In Zusammenarbeit mit Vorstand, GBI Jürgen Reinhardt, Mitgliedern, techn. Prüfdienst und Gemeindeverwaltung konnte dieses für uns einmaliges Projekt realisiert werden. Ein besonderer Dank gilt hier dem Ehrenmitglied Anton Dimmerling der viele Stunden mit dem Einbau des Funkgerätes, der Ladeschalen und der Warnsignalanlage zugebracht hat. Ein Dank gilt auch denen, die mithelfen, dass wir gelassen die bevorstehenden Aufgaben angehen können. Er stellte seinen Bericht zur Diskussion, wogegen es keine Einwände gab.

Georg Lomb als Redner und „selbstständiger Leiter“ für die Alters- und Ehrenabteilung berichtete, dass sie im vergangenen Jahr zwei Termine hatten. Neue Termine konnte er für das neue Jahr auch bekanntgeben. Diese sind am 22.2. der Bilderabend „Großenlüder in alten und neuen Bildern Teil I“ von Thomas Mohr um 19:30 Uhr im Schulungsraum  und am 01.03. der Kappenabend im Wachcafe. Aufgrund der vielen Übertritte in die Alters- und Ehrenabteilung in den letzten Jahren gibt es bei der Altersstruktur einen Wandel und der Altersschnitt wird immer niedriger. Jörg Otterbein sagte ihnen die volle Unterstützung seitens des Vereins zu.

Der Kassierer Jürgen Odenwald legte einen Bericht über den Kassenstand des Vereins ab. Anschließend stellte er den Bericht zur Diskussion, wogegen es keine Einwände gab.

Die Kassenprüfung fand am 16.01.19 statt. Michael Gering als Wortführer der drei Kassenprüfer 2018 bescheinigte den beiden Kassierern erstklassige Arbeit. Er stellte den Antrag auf Entlastung der Kassierer und des gesamten Vorstandes, die von der Versammlung ohne Gegenstimme bei drei Stimmen Enthaltung erteilt wurde.

Zu neuen Kassenprüfern wurde Matthias Brähler und Moritz Otterbein einzeln per Handzeichen mit jeweils vier Stimmen Enthaltung sowie Christian Bosold mit fünf Stimmen Enthaltung gewählt. Sie nahmen die Wahl.

Tim Eggerer und Anton Dimmerling berichteten über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr. Die Highlights und Höhepunkte im Jahr 2018 waren neben den wöchentlichen Gruppenstunden das Sammeln der Weihnachtsbäume für das Hutzelfeuer, die Große Frühjahrsübung am Florianstag mit den anderen Jugendfeuerwehren der Großgemeinde und Bad Salzschlirf in der Lüdertalschule, der Gemeindewettkampf in Uffhausen bei dem eine Fehlerfreie FwDv3, Staffellauf, Fragebögen und mehrere Knoten gemacht werden mussten. Hier konnte ein guter 2. Platz mit lediglich 14 Punkten Rückstand erreicht werden. Das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr fand bei sonnigem Wetter in Hofbieber-Wiesen statt. Ein weiteres Highlight war die Großübung „Desertierendes Nutria“ am Main-Kinzig Stausee mit dem THW, DLRG und dem Roten Kreuz. Beim Fußball Turnier der Jugendfeuerwehren der Großgemeinde in Müs konnte ein hervorragender 1. Platz erspielt werden. Das absolute Highlight in 2018 war der Berufsfeuerwehrtag nach dem Vorbild einer Berufsfeuerwehr mit einem 24 Stunden Dienst im Stützpunkt. Neben Praxis- und Theorieunterricht standen auch körperliche Fitness und sechs unangekündigte Einsätze auf der Tagesordnung. Die Schriftführer dankten der Wehrführung und allen Helfern für die gute Organisation und Verpflegung an beiden Tagen.

Der Vorsitzende Jörg Otterbein dankte den Jugendwarten Jan Hartmann, Max Bettinger und Simon Schuster für die gute Jugendarbeit.

Jörg Otterbein ehrte Andre Schreiner und Martin Reith für 25 jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein mit einer Ehrenurkunde und Ehrennadel in Bronze und Rudi Jehn für 60 jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein mit einer Ehrenurkunde und Ehrennadel in Gold vom Kurhessisch-Waldekschen Feuerwehrverband. Zusätzlich bekam Rudi auch noch ein Wurstkorb überreicht.

von links; Jörg Otterbein, Rudi Jehn, Andre Schreiner und Martin Reith

Der Wehrführer Lukas Zein konnte in die Jugendfeuerwehr Simon Luckgei, Khira Peli und Magnus Leinweber sowie

in die Einsatzabteilung Antonia Otterbein, Laura Bischof und Marcel Rustenmeyer aufnehmen.

Der Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Großenlüder Jürgen Reinhardt beförderte Antonia Otterbein zur Feuerwehranwärterin,

Tobias Jahn, Andre Heller und Marcel Rustenmeyer zum Feuerwehrmann,

Simon Dimmerling zum Hauptlöschmeister und Michael Döll und Lukas Zein zum Brandmeister.

von links, Jürgen Reinhardt, Marcel Rustenmeyer, Simon Luckgei, Michael Döll, Simon Dimmerling, Magnus Leinweber, Tobias Jahn, Andre Heller, Khira Peli, Lukas Zein, Antonia Otterbein und Laura Bischof

Folgende Lehrgänge wurden von den beförderten Brandmeistern Lukas Zein und Michael Döll besucht die dafür ca. 4 Monate die Schulbank drücken mussten:

 

Lukas Zein                                                                Michael Döll

– Grundlehrgang                                                        – Grundlehrgang

– Sprechfunklehrgang                                                – Sprechfunklehrgang

– Maschinistenlehrgang                                            – Truppführerlehrgang

– Atemschutzgeräteträgerlehrgang                         – Maschinistenlehrgang

– Truppführerlehrgang                                              – Atemschutzgeräteträgerlehrgang

– Gruppenführerlehrgang                                          – Gruppenführerlehrgang

– Zugführerlehrgang                                                  – Zugführerlehrgang

– Atemschutzgeräteträgerlehrgang II                     – Atemschutzgeräteträgerlehrgang II

– Technische Hilfeleistung Bahn I                           – Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall

– Technische Hilfeleistung Bau                               – Technische Hilfeleistung Bau

– Atemschutzgerätewartlehrgang I                          – Technische Hilfeleistung Bahn I

– Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall              – Grundausbildung für Motorkettensägen

– Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr                    – Fortbildungsseminare

– Lehrgang GABC-Einsatz

– Grundausbildung für Motorkettensägen

– Fortbildungsseminare

 

In die Alters- und Ehrenabteilung wechselten Josef Klitsch, Stefan Jahn, Robert Reith und der nicht anwesende Anton Dimmerling. Sie bekamen alle vom Wehrführer ihren Einsatzhelm mit den Unterschriften ihrer Kameraden/innen und eine Urkunde überreicht.

von links; Jörg Otterbein, Stefan Jahn, Josef Klitsch, Robert Reith, Jürgen Reinhardt und Lukas Zein

Bürgermeister Herr Werner Dietrich begrüßte alle anwesenden Mitglieder. Er informierte über hohe Investitionen zur Sicherstellung des Brandschutzes wie:

– die Einzäunung der Löschteiche

– Anschaffung neuer CSA Anzüge

– Zuschuss für das MTW

– Rollcontainer mit Tragkraftspritze

– Anschaffung einer Rettungssäge

– Kauf des HLF 20 der voraussichtlich im Oktober in den Dienst gestellt wird

Außerdem wurden einige Schäden am Feuerwehrhaus beseitigt.

Der Gemeindebrandinspektor Jürgen Reinhardt informierte in seiner Rede über folgende Punkte:

  1. Rücktritt Stellvertretender KBI und KBM Bernd Schädel
  2. Einsatzentwicklung
  3. Lehrgangsabwicklung
  4. Sicherheit im Feuerwehrdienst
  5. Die Förderung der Jugendfeuerwehren inkl. der Neugewinnung von Jugendfeuerwehr-mitgliedern

Im vergangenen Jahr waren von den Feuerwehren der Großgemeinde Großenlüder insgesamt 138 verschiedenste Einsatzlagen abzuarbeiten. Die Zahl der Menschenrettungen sei mit acht Personen wieder hoch gewesen. Ein Garant für unsere gute Einsatzstärke ist eine dem Stand der Technik entsprechende Aus- und Fortbildung aller Einsatzkräfte die durch die Wehrführungen, verbunden mit einer modernen feuerwehrtechnischen Ausstattung von unserer Gemeinde als Aufgabenträger sichergestellt wird. Das wichtigste ist jedoch der Mensch, denn ohne die ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräfte könnte die ganze Feuerwehrtechnik nicht bedient werden und wäre nutzlos. Der neuen Wehrführung dankte er, die zu Beginn ihrer Amtszeit vor großen Herausforderungen gestanden haben und diese gut gemeistert haben.

Der Ortsvorsteher Jürgen Hübl überbrachte Dankesworte des Ortsbeirates. Er dankte auch allen Kameraden/innen für den freiwilligen, ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr, denn ansonsten hätte die Gemeinde ein Problem den Brandschutz sicherzustellen. Der Jugendfeuerwehr wurde für die Teilnahme an der jährlichen Osterputzaktion ebenso gedankt wie den Jugendwarten für ihr Engagement die Jugendlichen Auszubilden.

Anschließend wurden noch verschiedene Termine verlesen.

Mit dem Feuerwehrlied „Es ist im deutschen Vaterland“ wurde die Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Großenlüder-Mitte e.V. um 22:25 Uhr beendet.

Anschließend gab es noch einen kleinen Imbiss.