Start

Aktuell

100 Jahre FFW

Einsätze

Infos&Berichte

Termine

Verein

Vorstand

Jugend

Technik

Impressum

Über die Wehr

Historisches und Gründung

Der Geburtstag der Feuerwehr Großenlüder-Mitte sollte der 26. November 1911 werden. 51 pflichtbewusste Bürger hatten sich bereitgefunden, die zu dieser Zeit bestehende Pflichtfeuerwehr abzulösen, um auf freiwilliger Grundlage sich uneigennützig in den Dienst der Gemeinde zu stellen. 1. Hauptmann und Kommandant - so nannte man damals den ersten Vorsitzenden oder Brandmeister - wurde Adam Josef Brähler, der spätere Bürgermeister der Gemeinde. 

Welches Ansehen die Wehr bereits im ersten Jahr ihres Bestehens nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch im weiteren Umkreis genoss, zeigt die Ausrichtung des vierten Kreisfeuerwehrfestes schon im Jahre 1912. In vielen Übungen steigerte sich die Einsatzbereitschaft, aber auch die Kameradschaft unter den Mitgliedern wurde mehr und mehr gefestigt. 

Der erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 brachte die Arbeit der jungen Wehr leider bald zum Erliegen, denn schon zu Beginn des Krieges mussten fast alle Mitglieder dem Kriegsdienst folge leisten. Von ihnen kehrten zwölf Vereinsangehörige nicht mehr in die Heimat zurück. Nach dem Krieg wurde die begonnene Arbeit aber zielstrebig weitergeführt. Der politische Umschwung im Jahre 1933 wirkte sich auch auf die Tätigkeit der Feuerwehren aus. Im Zuge der Gleichschaltung und der Einführung des Führerprinzips musste sie in die sogenannte "Nationale Erhebung" eingegliedert werden. 

Im Jahre 1937 erhielt die Wehr eine Motorspritze. Jetzt war sie endlich motorisiert und konnte noch schneller an ihren Einsatzort Brände bekämpfen. 

Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges brachte die Vereinsarbeit wiederum zum Erliegen. Nach dem Zusammenbruch stand auch die Freiwillige Feuerwehr Großenlüder vor der großen und schwierigen Aufgabe, aus dem Nichts ein neues Vereinsleben aufzubauen. 14 Kameraden, denen wir stets ein ehrendes Andenken bewahren wollen, wurden Opfer dieses fürchterlichen Krieges. Dank der Initiative durch den neuen Bürgermeister Willi Krönung aber konnte schon im Jahre 1947 die Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr Großenlüder erfolgen. Über 50 junge Wehrmänner leisteten dem Ruf bereitwillig Folge und stellten sich tatkräftig dem wiedererstandenen Verein zur Verfügung. Zu ihrem Ortsbrandmeister wählten sie Paul Brähler.

Noch immer aber besaß die Feuerwehr kein Gerätehaus, das allen Anforderungen entsprochen hätte. Das erste "Spritzenhaus" an der Kirche was schon vor der Jahrhundertwende zu klein geworden. So beschloss die Gemeinde einen Neubau. Am 21. Juli 1958 ging der Wunsch aller Feuerwehrmännern in Erfüllung, konnte doch das neue Gerätehaus mit Trockenturm eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Großen Anteil an der Errichtung dieses neuen Mittelpunktes der Wehr hatte der Bezirks- und Ortsbrandmeister Paul Brähler. Nach seinem Tode am 24. Februar 1966 wählte die Wehr Josef Seibert zum neuen Ortsbrandmeister. 

Im Jahre 1967 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. 1979 errichtete die Gemeinde eine neue Unterkunft (Schulungsraum mit sanitären anlagen) in einem Nebengebäude des ehemaligen Bürgermeisteramtes "In der Burg". Der Bau des Schulungshauses durch die Gemeinde wurde dank verschiedener Zuschüsse, vor allem auch durch bemerkenswerte hohe Eigenleistungen der Feuerwehrkameraden ermöglicht. In den Abendstunden des 28. 8. 1975 brannte die Scheune mit Stallung des Hauses Wilhelm Reith, Mährecke 3, nieder. Auch als am 20. 3. 1981 Scheune und Stall der "Kleinen Mühle" in Flammen standen, konnte durch das vorbildliche Eingreifen der Feuerwehrkameraden das Wohnhaus mit den weiteren Wohngebäuden gerettet werden. 

Im Jahre 1977 wurde am Gerätehaus ein Sirenenaufschaltgerät montiert, um die Sirene auch von der Zentrale Fulda auslösen zu können, und um eine schnelle Einsatzbereitschaft zu ermöglichen.

 

Neuzeit 

Als durch die Gebietsreform in Hessen die Gemeinde Großenlüder mit sechs anderen Gemeinden zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen wurde, hatte dies auch eine Umstrukturierung der Organisation der Wehren der neuen Ortsteile zu Folge. Die Leitung aller Ortsteilwehren oblag nun einem Ortsbrandmeister, während nach diesem Zusammenschluss die einzelnen Ortsfeuerwehren selbstständig von einem Wehrführer geleitet wurden. 

Das Amt des ersten Ortsbrandmeisters der neuen Großgemeinde hatte von 1973 bis 1983 Josef Seibert von der Feuerwehr Großenlüder inne. Sein Nachfolger wurde im Jahre 1983 Helmut von Keitz von der Wehr Kleinlüder. Als Wehrführer im Ortsteil Großenlüder fungierte seit 1973 Herbert Otterbein. Ihm folgte Im Jahre 1980 Hermann Dimmerling, der sein Amt 1983 an Anton Dimmerling übergab. Sein Nachfolger ist seit 1998 Stefan Jahn. 

Auch innerhalb der Wehr selbst wurde eine Aufgabenverteilung vorgenommen. Neben dem Wehrführer, der für eine Einsatzbereitschaft verantwortlich ist, übernahm Georg Lomb den geschäftlichen Teil des Vereins als erster Vorsitzender. Ihm folgte 1998 Jürgen Odenwald. 

Eine nicht unwesentliche Aufgabe im Vereinswesen der Wehr galt in der Vergangenheit auch stets der Geselligkeit und der Pflege der Kameradschaft. In diesem Zusammenhang muss man auch die tief verbundene Freundschaft zur Feuerwehr Windischgarsten (Oberösterreich), der Partnergemeinde von Großenlüder, sehen.

Zu dem Wirkungsbereich der Freiwilligen Feuerwehr Großenlüder gehört auch der Ortsteil Eichenau. Um die Löschwasserversorgung in diesem Ortsteil zu sichern, wurde durch die Gemeinde unter Leitung von Herrn Bürgermeister Marka Im Jahre 1989 ein Löschwasserteich angelegt. Dieses wurde notwendig, um einen ausreichenden Brandschutz zu gewährleisten. 

Im Jahre 1986 wurden Funkmeldeempfänger für die Einsatzabteilung und ein Spreizer für technische Hilfeleistungen und 1988 ein ELW (Einsatzleitwagen) durch die Gemeinde Großenlüder angeschafft. 

Das größte Projekt der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemeinde Großenlüder war die Errichtung des Feuerwehrstützpunktes. Die vorhandenen Räumlichkeiten waren wieder einmal nicht mehr ausreichend und nicht den Vorschriften entsprechend. am 28. 9. 1994 war es dann soweit. Der erste Spatenstich wurde durch den Bürgermeister Helmut Will vorgenommen. Viel war zu tun. Alle Kameraden waren dazu aufgerufen, ihre Hilfe beim Bau des Stützpunktes einzubringen, und es wurden insgesamt 11870 Stunden Eigenleistung der Kameraden erbracht. Nach einer Bauzeit von 1 1/2 Jahren, wurde der Stützpunkt am 10. Mai 1996 offiziell übergeben. Mit den Eröffnungsfeierlichkeiten wurde am 11. Mai 1996 auch das neue Rüstfahrzeug RW1, welches durch das Land Hessen beschafft wurde, und eine neue Tragkraftspritze ihrer Bestimmung übergeben. Im Jahre 1999 ist ein Gerätewagen-Gefahrgut GW-G2 hinzugekommen, der durch das Land Hessen und den Landkreis Fulda bezuschusst worden ist. 

Zur Zeit gehören insgesamt 62 aktive Feuerwehrfrauen und -Männer, 28 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr, 19 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung und 15 passive Mitglieder der Feuerwehr Großenlüder an. 

 

Gebietslage und Infrastruktur

Die Großgemeinde Großenlüder liegt im Landkreis Fulda (Hessen). Zu der Großgemeinde zählen die Ortsteile Großenlüder, Bimbach, Eichenau, Lütterz, Müs, Kleinlüder und Uffhausen. Das Gebiet um Großenlüder ist umringt von Misch- und Nadelwäldern und ist basalthaltig, was zur Ansiedlung von zwei Zement- und Kalkwerken mit sich brachte. Durch die Ortsteile Großenlüder, Bimbach und Uffhausen fließt der Fluss "Lüder", der ab und zu über seine Ufer tritt. Da die Großgemeinde in einer relativ ländlichen Gegend liegt, findet man hier einige landwirtschaftliche Anwesen, als auch Industriebetriebe, die unter anderem mit Chemikalien bestückt sind. Die Stützpunktwehr Großenlüder muss somit auch für Chemikalieneinsätze gerüstet sein. Vor einigen Jahren wurde die Ortsdurchfahrt Großenlüder (B 254) durch eine Umgehungsstraße geändert. Auf dieser Umgehungsstraße ist es schon öfters zu Unfällen gekommen. Das größte Einsatzspektrum umfasst demnach Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, als auch Brandeinsätze. Umweltschutzeinsätze muss die Großenlüderer Wehr ebenfalls bewältigen.

 

Gemeinde Großenlüder-natürlich schön
www.grossenlueder.de
F r e i w i l l i g - Für Ihre Sicherheit